©Dipl.-Ing. Walter Schober

Über das Projekt

Statement zum Entwurf der Freitagsmoschee

Seit 1982 fahre ich regelmäßig nach Anatolien. Dabei beschäftige ich mich intensiv mit der facettenreichen, Jahrtausende zurückreichende Historie dieser Region. Als Architekt verfolge ich die Entwicklungen im Moscheenbau mit großem Interesse.


Einen Beitrag leisten

Hier bei der Präsentation meines eigenen Entwurfs für den Bau einer Moschee war es mir ein Anliegen, einen zeitgemäßen Beitrag zur Architektur des Moscheebaues im 21. Jhdt zu leisten.

Als Architekt erschien es mir eine sehr interessante Frage zu sein, sich einerseits im strengen Rahmen der Tradition zu bewegen und andererseits zu hinterfragen, ob und inwieweit eine Moschee und ihr ergänzendes Inventarium ihre an sie - sich sicherlich seit Mohammeds Zeiten geänderten Anforderungen - erfüllt.

Unumgänglich schien mir weiters zu sein, die Möglichkeiten moderner, zeitgemäßer Baumaterialien wie Stahlbeton, Stahl und Glas, um nur einige anzuführen, auszunutzen und materialadäquat anzuwenden. Den Gewölbebau, jahrtausendelang die einzige Möglichkeit einen größeren Raum zu schaffen, der ohne störende Stützen auskommt, betrachte ich als obsolet.


Respekt

In diesem Projekt habe ich mich redlich bemüht, die komplexe Planungsaufgabe eines islamischen Gotteshauses mit dazu nötigem Respekt und Achtung vor den Gläubigen zu bearbeiten.


Das Gotteshaus

".....Wahrlich, es gibt eine Moschee* gegründet auf Frömmigkeit vom ersten Tag an; geziemender ist`s, daß du in ihr stehst. In ihr sind Leute, die sich zu reinigen wünschen, und Allah liebt die sich Reinigenden." (Koran 9:109) (*Die Moschee zu Kufa, etwa 2 Meilen von Medina entfernt. - Die erste öffentliche Gebetsstätte des Islams)