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Es gilt noch, ein für Orientalen unbedingt Notwendiges zu erwähnen, den Teppich. Traditionell verwendete der Stifter einer Moschee seinen Ehrgeiz darauf, dieser besonders schöne und wertvolle Stücke zu überantworten. Außerdem ist es die Pflicht jedes Gläubigen, (siehe die vierte Säule des Islam) im Rahmen seiner Möglichkeiten, unter anderem auch Teppiche zu spenden. Vor allem ist die Moscheeverwaltung auf diese Votivgaben angewiesen, fehlt doch der institutionelle überbau im Islam völlig.
 
Ich kann mir bei meinem Projekt keine industriell hergestellten Teppiche vorstellen. Eine Vielzahl von handgeknüpften, kleinen Gebetsteppichen, nicht genau symmetrisch, würden ein kunterbuntes, vielfarbiges, kleinteiliges Bild, am Boden ausgebreitet, ergeben und den amorphen, (Fuß-) warmen, menschlichen Gegenpart zur strengen Geometrie und Kühle des Gebäudes bilden.